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interkulturelles festival

 
  28. Oktober bis 9. November 2004 in Hamburg  
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Im Mittelpunkt: Rada Biller und Adelbert von Chamisso

03. Nov 2004, 20.00 h | Loft fünfterstock, ca. 120 Min, 8 Euro

Lesung: Melonenschale & Schlemihl – Russisch ist Rada Billers Muttersprache. Geboren 1930 in Baku, zog sie schon als Kind mit ihren Eltern durch die Sowjetunion, auf der Flucht vor stalinistischen Säuberungen und nationalsozialistischem Krieg. Später heiratete sie einen Tschechen und lebte in Prag. Noch später musste sie aus politischen Gründen Tschechien verlassen und nach Hamburg ziehen. In ihrem autobiographischen Roman »Melonenschale« nennt sie sich Lea. Lea lernt Elend und Angst kennen, aber auch das vielfältige Leben in der großen Sowjetunion. Sie ist ein unerschrockenes Kind, das sich die Lebensfreude nicht nehmen lässt.

Adelbert von Chamisso, gebürtiger Franzose, kam Ende des 18. Jahrhunderts auf der Flucht vor der Revolution als 11-jähriger nach Deutschland. Mit »Peter Schlemihls wundersamer Geschichte« schrieb er ein Märchen über einen Mann, der seine Identität aufgibt. Peter Schlemihl verkauft seinen Schatten an den Teufel und muss erfahren, dass ein Mensch ohne Schatten von allen gemieden wird. Beide Autoren waren schon als Kinder einem Leben in der Migration ausgesetzt. Beide haben, unter Schmerzen, das Beste daraus gemacht. Rada Biller hat, wann immer es möglich war, mit Freundschaft und Liebe reagiert, Adelbert von Chamisso hat sich der Sprache und der Literatur zugewandt.

Rada Biller, Wolfgang Kaven

Es lesen Rada Biller, Wolfgang Kaven Klavier Paul Riggenbach Moderation Erika Werner

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Im Mittelpunkt: Rada Biller und Adelbert von Chamisso

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